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Mai

2008

Fedora 9: Einfache Installation und erste Eindrücke danach

Vor einigen Tagen hatte ich mein Glück mit SuSE 10.3 versucht. Ich wollte es parallel zu meinem Ubuntu installieren um zu testen ob die Probleme welche ich seit einiger Zeit mit Gimp habe, auch dort auftreten. Leider war ich schon von den ersten Minuten mit SuSE so »beeindruckt« das ich mich zu einem schnellstmöglichen Entfernen von SuSE entschlossen hatte...

Also habe ich mal dort nachgeschaut wo ich mich zuletzt vor Ubuntu gut aufgehoben gefunden hatte: Bei Fedora. Siehe da: Release der neuen Version 9 am 13.05.2008. Na, die paar Tage warte ich dann mal ab und schaue mir das neue Fedora an. Gedacht, getan.

Als Installationsmedium habe ich mir die 64-Bit-Version als live-CD heruntergeladen. Erst einmal anschauen bevor man installiert. Das Herunterladen über Bittorent ging wie erwartet superfix über die Bühne:


Heruntergeladen hatte ich die live-CD als .iso welche sich problemlos mit K3B brennen ließ. Natürlich können auch andere Brennprogramme verwendet werden.

Nach dem Booten präsentierte sich Fedora 9 sehr schön anzuschauen und auch recht flott. Nicht aktiviert waren Eye-Candy, schließlich ist der nVidia-Treiber nicht Bestandteil der Installation und auch nicht der live-CD.

Die Installation lässt sich bequem vom Desktop aus per Mausklick starten. Von Ubuntu her war mir diese Installationsmöglichkeit schon sehr vertraut.


Ich habe keine Ahnung wie es sich bei niedrigeren Auflösungen verhält, ich hatte jedenfalls mit der großen Auflösung ein entsprechend großes Auswahlfenster für die diversen Optionen, hier die Sprachauswahl:


Weiter ging es mit der Netzwerkkonfiguration. Unspektakulär, einfach und bequem gelöst:


Standardmäßig wird nicht die deutsche Zeitzone ausgewählt wenn man die deutsche Sprache bei der Installation ausgewählt hat. Das wäre noch etwas, dass die Entwickler evtl. einpflegen könnten. Aber: Auch andere Distributionen lassen den deutschen Anwender durch die diversen Städte hindurchscrollen.


Von Ubuntu her war ich es schon gar nicht mehr gewöhnt das man ein Root-Passwort eingeben muss. Schließlich wird dort das für den ersten angelegten Benutzer eingegebene Passwort automatisch auch zum Passwort des Benutzers root, was sich natürlich später auch noch verändern lässt. Zurück zu Fedora 9: Passwort eingeben, wiederholen und weiter geht die Installation.


Sehr angenehm gestaltet und somit sicherlich auch für Linux-Neulinge einfach zu bedienen da verständlich aufgeführt: Die Partitionierung bzw. der dafür integrierte Assistent. Ich habe aufgrund bestehender Partitionen die manuelle Einrichtung ausgewählt.


Die vorhandenen Partitionen werden alle übersichtlich dargestellt, sogar die beiden Festplatten im System werden gleichzeitig und dennoch verständlich in der oberen Hälfte des Fensters angezeigt.


Die ausgewählte Partition wird farblich hervorgehoben, gewählte Optionen wie hier das Formatieren der Partition ebenfalls angezeigt. Daher von mir ein dickes Lob für den grafisch ausgeführten Partitionierassistenten.


Für mich sehr ansprechend: Ich habe selbst die Wahl zu entscheiden wo ich den Bootloader installieren möchte. Die erste Rüge bisher an dieser Stelle: Zwar wurde die Windows-Installation mit in das Bootmenü aufgenommen, mein sich ebenfalls auf der Festplatte befindendes Ubuntu wurde von Fedora 9 jedoch komplett ignoriert.


Anschließend werden die Dateien auf die Festplatte kopiert und die während der Installationsvorbereitung angegebenen Informationen über Netzwerk, etc. werden in die entsprechenden Konfigurationsdateien geschrieben.


Vom Installationsverlauf her kann ich Fedora 9 also wirklich jedem empfehlen. Selbst Linux-Anfänger werden mit den Optionen zurechtkommen und es installiert sich wirklich kinderleicht.



Nach der eben gezeigten Meldung ist der PC neu zu starten und man kann im Bootmenü Fedora 9 auswählen und starten. Wenn man ein Fedora 9 ohne bestehende Benutzerverzeichnisse installiert hat, sollte man auch keine Probleme erhalten... Anders natürlich bei mir.

Ich hatte versucht das Profilverzeichnis, welches ich bereits unter Ubuntu angelegt hatte, bei Fedora 9 weiterzuverwenden. Leider ging das zunächst nicht, da die UID bei Ubuntu mit 1000 beginnt, bei Fedora jedoch mit 500. So hatte ich den neu angelegten Benutzer unter Fedora zu löschen und von Hand einen neuen User mit UID 1000 anzulegen.



So, es ist schon spät, morgen geht es dann weiter mit Konfiguration und Installation weiterer Anwendungen und was ich sonst noch gerne haben würde.

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