Fedora 9: Einfache Installation und erste Eindrücke danach
Vor einigen Tagen hatte ich mein Glück mit SuSE 10.3
versucht. Ich wollte es parallel zu meinem Ubuntu installieren
um zu testen ob die Probleme welche ich seit einiger Zeit mit
Gimp habe, auch dort auftreten. Leider war ich schon von den
ersten Minuten mit SuSE so »beeindruckt« das ich mich zu einem
schnellstmöglichen Entfernen von SuSE entschlossen hatte...
Also habe ich mal dort nachgeschaut wo ich mich zuletzt vor
Ubuntu gut aufgehoben gefunden hatte: Bei Fedora. Siehe da:
Release der neuen Version 9 am 13.05.2008. Na, die paar Tage
warte ich dann mal ab und schaue mir das neue Fedora an.
Gedacht, getan.
Als Installationsmedium habe ich mir die 64-Bit-Version als
live-CD heruntergeladen. Erst einmal anschauen bevor man
installiert. Das Herunterladen über Bittorent ging wie erwartet
superfix über die Bühne:
Heruntergeladen hatte ich die live-CD als .iso welche sich
problemlos mit K3B brennen ließ. Natürlich können auch andere
Brennprogramme verwendet werden.
Nach dem Booten präsentierte sich Fedora 9 sehr schön
anzuschauen und auch recht flott. Nicht aktiviert waren
Eye-Candy, schließlich ist der nVidia-Treiber nicht Bestandteil
der Installation und auch nicht der live-CD.
Die Installation lässt sich bequem vom Desktop aus per
Mausklick starten. Von Ubuntu her war mir diese
Installationsmöglichkeit schon sehr vertraut.
Ich habe keine Ahnung wie es sich bei niedrigeren Auflösungen
verhält, ich hatte jedenfalls mit der großen Auflösung ein
entsprechend großes Auswahlfenster für die diversen Optionen,
hier die Sprachauswahl:
Weiter ging es mit der Netzwerkkonfiguration. Unspektakulär,
einfach und bequem gelöst:
Standardmäßig wird nicht die deutsche Zeitzone ausgewählt wenn
man die deutsche Sprache bei der Installation ausgewählt hat.
Das wäre noch etwas, dass die Entwickler evtl. einpflegen
könnten. Aber: Auch andere Distributionen lassen den deutschen
Anwender durch die diversen Städte hindurchscrollen.
Von Ubuntu her war ich es schon gar nicht mehr gewöhnt das man
ein Root-Passwort eingeben muss. Schließlich wird dort das für
den ersten angelegten Benutzer eingegebene Passwort automatisch
auch zum Passwort des Benutzers
root, was sich
natürlich später auch noch verändern lässt. Zurück zu Fedora 9:
Passwort eingeben, wiederholen und weiter geht die
Installation.
Sehr angenehm gestaltet und somit sicherlich auch für
Linux-Neulinge einfach zu bedienen da verständlich aufgeführt:
Die Partitionierung bzw. der dafür integrierte Assistent. Ich
habe aufgrund bestehender Partitionen die manuelle Einrichtung
ausgewählt.
Die vorhandenen Partitionen werden alle übersichtlich
dargestellt, sogar die beiden Festplatten im System werden
gleichzeitig und dennoch verständlich in der oberen Hälfte des
Fensters angezeigt.
Die ausgewählte Partition wird farblich hervorgehoben, gewählte
Optionen wie hier das Formatieren der Partition ebenfalls
angezeigt. Daher von mir ein dickes Lob für den grafisch
ausgeführten Partitionierassistenten.
Für mich sehr ansprechend: Ich habe selbst die Wahl zu
entscheiden wo ich den Bootloader installieren möchte. Die
erste Rüge bisher an dieser Stelle: Zwar wurde die
Windows-Installation mit in das Bootmenü aufgenommen, mein sich
ebenfalls auf der Festplatte befindendes Ubuntu wurde von
Fedora 9 jedoch komplett ignoriert.
Anschließend werden die Dateien auf die Festplatte kopiert und
die während der Installationsvorbereitung angegebenen
Informationen über Netzwerk, etc. werden in die entsprechenden
Konfigurationsdateien geschrieben.
Vom Installationsverlauf her kann ich Fedora 9 also wirklich
jedem empfehlen. Selbst Linux-Anfänger werden mit den Optionen
zurechtkommen und es installiert sich wirklich kinderleicht.
Nach der eben gezeigten Meldung ist der PC neu zu starten und
man kann im Bootmenü Fedora 9 auswählen und starten. Wenn man
ein Fedora 9 ohne bestehende Benutzerverzeichnisse installiert
hat, sollte man auch keine Probleme erhalten... Anders
natürlich bei mir.
Ich hatte versucht das Profilverzeichnis, welches ich bereits
unter Ubuntu angelegt hatte, bei Fedora 9 weiterzuverwenden.
Leider ging das zunächst nicht, da die UID bei Ubuntu mit 1000
beginnt, bei Fedora jedoch mit 500. So hatte ich den neu
angelegten Benutzer unter Fedora zu löschen und von Hand einen
neuen User mit UID 1000 anzulegen.
So, es ist schon spät, morgen geht es dann weiter mit
Konfiguration und Installation weiterer Anwendungen und was ich
sonst noch gerne haben würde.
X_FISH