03.
November
2008
Ich habe schon seit etwa einem Jahr die sogenannten
»Antipixel«-Banner unterhalb meiner Navigationsleiste
plaziert. Da es keine farblich passend zu meiner Website gab,
habe ich sie mir einfach selbst gestaltet.
Mit Gimp war dies nicht sonderlich schwer und wer schon
einmal mit einem Bildbearbeitungsprogramm auf Pixel-Ebene
gearbeitet hat (Photoshop, Gimp, etc.), kann sich selbst auch
recht einfach einen solchen »Antipixel« zusammenbauen. Hier
meine Variante für einen »Antipixel« für Ubuntu:
Zunächst jedoch ein paar ganz allgemeine Informationen über
diese Buttons im Format von 80x15 Pixel. Sie sind (wie schon
in der Überschrift angedeutet) unter vielen Namen bekannt.
Neben »Antipixel« sind sie auch als »Publicons« oder vor
allem im deutsprachigen Raum als »Microbutton« bekannt.
Etabliert haben sie sich vor allem auf Blogs oder sie werden
um 90° gedreht inzwischen zu unübersichtlich nebeneinander
gestellten »Antipixelwänden« auch in Signaturen verwendet.
Nun zum eigentlichen Thema: Wie erstellt man selbst einen
solchen »Antipixel«? Zunächst einmal einfach ein neues
Dokument im Format von 80x15 Pixel mit transparentem
Hintergrund erstellen. Anschließend die erste bereits
vorhandene Ebene (in der später zu findenden Ebenenübersicht
als »passepartout« betitelt) in der Farbe einfärben, in
welcher später Rand und die Farbfläche unter dem Text
erscheinen sollen. Ich habe dafür das Orange gewählt welches
auch auf meiner Website mehrfach zu finden ist.
Als nächsten Schritt habe ich eine neue Ebene (»defintiv weiß«) erstellt und mittels des Werkzeugs »Rechteckige Auswahl« jene Bereiche weiß ausgefüllt, welche auch später in jedem Fall weiß erscheinen sollen. Das weiße Feld auf der linken Seite hat die Maße 25x13 Pixel, sowohl der orangefarbene wie auch der weiße Rand sind jeweils 1 Pixel breit.
Jedoch soll später in der großen weißen Fläche auch ein Icon
oder Ähnliches erscheinen. Aus diesem Grund muss innerhalb
des weißen Feldes ein Rechteck mit den Maßen 23x11 Pixel
ausgeschnitten werden.
Dieser Vorgang ist auch im Orange der darunterliegenden Ebene
»passepartout« vorzunehmen das genau dies Entsteht: Ein
Passepartout. Wurden beide Ebenen entsprechend bearbeitet
sollte es nun folgendermaßen aussehen:
Der nächste Schritt ist das Einbinden des Textblocks. Die
verwendete Schriftart ist der Font »Silkscreen« welcher
mittels Google einfach zu finden sein sollte.
Als Schriftgröße habe ich 8 px verwendet. Jedoch ist dann das
Wort »Thunderbird« zu lang:
Setzt man den Zeichenabstand auf den Wert »-1.0« passt »Thunderbird« haargenau in den orangefarbenen Bereich:
Eine Anmerkung zwischendurch: Immer das Dokument so speichern
das die Ebenen erhalten bleiben bzw. das man die Objekte
später mit der Anwendung noch bearbeiten kann. Im Fall von
Gimp bedeutet dies, dass man das Bild als .xcf, also im
Gimp-eigenen Format abspeichern muss.
Ansonsten wären die vorgenommenen Schritte zwar nicht
verloren, aber man kann die selbsterstellte Vorlage später
nicht weiterverwenden, z.B. um die Rahmenfarbe zu ändern oder
weitere Antipixel erstellen zu können.
Nun weiter mit der Erstellung des Antipixels bzw. der Vorlage
um mehrere generieren zu können.
Da ich einen Antipixel zum Verlinken des Mozilla Thunderbird
erstellen möchte, habe ich mir einfach das Icon von meinem
Linux-System (/usr/share/pixmaps/thunderbird.png)
geholt und in eine neu erstellte Ebene (»icon«) eingefügt:
Da das Thunderbird-Icon einen transparenten Hintergrund hatte, ist nun eine Ecke hinter dem Passepartout auch noch transparent. Damit diese Stelle ebenfalls weiß ist muss noch eine weitere Ebene (»hintergrund«) in Weiß unter allen anderen Ebenen angelegt werden.
Und siehe da: Fertig ist das eigene, selbst erstellte Antipixel für den Thunderbird. Wie bei jedem Schritt erwähnt hier nun als Übersicht alle angelegten Ebenen mit den ebenfalls genannten Namen:
Nun das Bild als .png oder .jpg speichern. Es wird die Warnung erscheinen das Gimp keine Ebenen in den Formaten speichern kann. Solange man nicht vergisst die eventuell vorgenommenen Änderungen als .xcf zu speichern macht das natürlich nichts. Das fertige Endresultat als .png:
Alle übrigen Antipixel auf www.x-fish.org habe ich ebenfalls
auf diese Art und Weise erstellt bzw. einfach das vorhandene
Bild um weitere Ebenen ergänzt und die nicht benötigten (z.B.
vom Thunderbird) vor dem Speichern als .png einfach
ausgeblendet. Beispielsweise auch beim Antipixel für
www.x-fish.org:
Dieser Antipixel darf gerne verwendet werden um auf meine
Website hinzuweisen.
Quelle:
http://www.x-fish.org/images/antipixel_x-fish_org.png
Der Antipixel beinhaltet etwas was noch gar nicht online zu
finden ist. Voraussichtlich morgen wird nämlich eine kleine
Überarbeitung von meiner Website online gehen. Ein bischen
breiter und endlich mal ein Logo. Das hat ja schon seit
längerer Zeit gefehlt...
X_FISH