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06.

Juni

2011

Fritz!Box SL

So alt ist sie eigentlich noch gar nicht die Fritz!Box SL. Im Jahr 2005 begann der Siegeszug der Ende 2004 vorgestellten Kombination aus Router und DSL-Modem in einem Gerät. Primär dank der kostenlosten »Dazugabe« zu neuen Verträgen für einen Internetanschluss.

Schlecht war sie sicherlich auch nicht, dafür sehr rudimentär: Spartanische Ausstattung und von manchen Anbietern vorab nur als Modem angedacht.

AVM Fritz!Box SL

Dafür auch recht bedienungsfreundlich. Ich habe zur gleichen Zeit noch mit 486ern und fli4l[1] mehrere Rechner über ein DSL-Modem von Siemens ans Internet angeschlossen. Ein wenig größer als so eine Fritz!Box und natürlich auch ein wenig hungriger was es den Stromverbrauch betraf.

AVM Fritz!Box SL

Der Siegeszug der Fritz!Box war natürlich auch mit vielen, vielen Postings in Foren von verzweifelnden Benutzern begleitet. Die Umstellung der Fritz!Box SL vom Modem auf den Betrieb als Router stellte viele vor ungeahnte Probleme.

An was ich mich noch gut erinnern kann: »Wieso muss ich noch einen Hub dazukaufen? Kann ich nicht den einen Rechner einfach an den anderen Rechner anschließen?« oder »Wie kann ich einen dritten PC an den Router anschließen wenn ich schon per USB und Netzwerkkabel zwei angeschlossen habe?«

Ja, die Fritz!Box hat viele Foreneinträge von Hilfesuchenden mit sich gebracht. Aber im Vergleich zur Konfiguration eines Routers mit fli4l war sie dann doch viel, viel einfacher. Auch was es das Anschließen betraf: Man konnte eigentlich nichts falsch anschließen, sie war eigentlich diesbezüglich »idiotensicher«:

Anschlüsse der AVM Fritz!Box SL

DSL, USB, Netzwerkkabel zum Rechner und Stromanschluss. Fertig. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Dank der beinahe ausnahmslosen Verbreitung von DSL-Flatrates sprach auch ansonsten nichts mehr gegen den Betrieb mit einem Router, welcher die Verbindung 24 Stunden lang Tag für Tag hält.

Inzwischen sind die etwa 6–7 Jahre alten Router für 5–10 Euro gebraucht zu bekommen. An »langsamen DSL-Anschlüssen« bis DSL 6000 können sie noch immer problemlos als Modem eingesetzt werden und sind daher eine gute Alternative zu defekten Routern oder wenn man kein WLAN haben möchte.

Unter- beziehungsweise Rückseite einer AVM Fritz!Box SL

Übrigens konnte und kann man sie auch gut bei einer LAN einsetzen. Als DHCP-Server leistet sie auch hier ohne Internetanbindung gute Dienste.

Was kostete früher ein Prozessor?

1997 machte sich kaum jemand daheim Gedanken über seine Internetanbindung und wie man zwei oder gar drei Rechner gleichzeitig ins Internet bekommt. Damals wurde – wenn überhaupt – ein Netzwerk nur dann aufgebaut, wenn man im Netzwerk anschließend gegeneinander spielen wollte. Spiele über das Internet waren noch nicht sonderlich verbreitet.

PC Magazin DOS 06/98

Doch weg vom Thema Internet, hin zu den damals aktuellen Preisen für Prozessoren und Arbeitsspeicher:

CPUs
RAM
AMD DX4 (5x86)
133 MHz
79,00 DM

SIMM 30-pin 1 MB 19,00 DM
AMD 5K86 133 MHz 149,00 DM
SIMM 30-pin 4 MB 56,00 DM
Cyrix 150+
120 MHz
199,00 DM

PS/2 72-pin* 4 MB 39,00 DM
Cyrix 166+ 133 MHz 159,00 DM
PS/2 72-pin* 8 MB 76,00 DM
Cyrix 200+ 150 MHz 219,00 DM
PS/2 72-pin* 16 MB 149,00 DM
Intel Pentium 120 MHz 209,00 DM
PS/2 72-pin* 32 MB 299,00 DM
Intel Pentium 133 MHz 279,00 DM
DIMM 168-pin 16 MB 189,00 DM
Intel Pentium 150 MHz 329,00 DM
DIMM 168-pin 32 MB 349,00 DM
Intel Pentium 166 MHz 449,00 DM
Intel Pentium 200 MHz 669,00 DM
*) Standard- und EDO-Module haben den gleichen Stückpreis
Intel Pentium MMX 166 MHz 569,00 DM
Intel Pentium MMX
200 MHz
1029,00 DM
Intel Pentium Pro 256 kB 180 MHz 799,00 DM
Intel Pentium Pro 256 kB 200 MHz 1019,00 DM
Quelle: Anzeige von Alternate (Linden) in PC Magazin DOS 06/97
Intel Pentium Pro 512 kB 200 MHz 2199,00 DM

Im morgigen Beitrag widme ich mich im vermutlich einzigen von mir freiwillig und bewusst gekauften Eingabegerät mit »Microsoft«-Schriftzug.

X_FISH


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