04.
Juni
2010
Im Oktober 2008 habe ich auf meine 9600 GT den Arctic Cooling
Accelero S2 montiert. Mit der Kühlleistung im
passiven Betrieb war ich soweit eigentlich zufrieden,
jedoch stand der PC nach zwei Umzügen nun wieder einmal
in der Nähe eines Heizkörpers. Dies hat sich natürlich
sofort auf die Temperaturen im Gehäuse ausgewirkt.
Daher die Idee, die Luft einfach ein wenig schneller
durch das Gehäuse »zu schaufeln« auf das Grafikkarte, RAM
und Prozessor wieder ein wenig kühler werden.
Das die Bilder alle einen Rotstich haben liegt nicht an
meiner Kamera, sondern an dem Raum in welchem ich die
Bilder gemacht habe. Rote Wände werfen eben rötliches
Licht zurück...
Für knapp unter 6 Euro ist das damals bei Markteinführung
doppelt so teure Set mit zwei bereits fertig verkabelten
Modulen inzwischen zu haben.
Im Lieferumfang sind neben den beiden Lüftern auch noch
ein Adapter auf Molex sowie der bekannte Gehäuseaufkleber
enthalten. Eine mehrsprachige Anleitung beschreibt in
Text und Bild wie die Module zu montieren sind. Wobei
sich dies eigentlich ganz automatisch aus der Form
ergibt.
Die beiden Module besitzen keinen »Käfig«. Daher muss später im Gehäuse dafür Sorge getragen werden, dass keine Kabel an die Rotoren geraten können. Das Kabel, welches die beiden Lüfter miteinander verbindet, kann beziehungsweise soll einfach zwischen zwei Kühlrippen des Accelero gedrückt werden.
Vor lauter Kühlrippen kann man es nur schwer erkennen: Die Module haben jeweils zwei Haken, welche an den Kühlfinnen aus Aluminium einrasten. In Verbindung mit den beiden Gummischeiben, welche unter den Lüftermodulen zu plazieren sind, genügt diese Art der Befestigung vollkommen.
Probehalber habe ich die beiden Lüfter einfach mal einrasten lassen. Jedoch wollte ich den Lüfter rechts dann doch nicht so weit überstehen lassen, da sich dort in meinem Xaser II die Festplattenkäfige mit Inhalt und somit die Anschlusskabel für die Festplatten befinden.
Wie wirkt sich das Turbo Modul in der Praxis aus? Mangels
eines synthetischen Benchmarks habe ich einfach für
einige Minuten »Call of Duty 4: Modern Warfare« gespielt.
Anstatt wie zuvor auf über 60°C anzusteigen blieb die
gemessene Temperatur bei 42–43°C. Schon kurz nach dem
Beenden des Spiels sank die Temperatur wieder auf 39°C,
welche im idle-Status den Normalzustand darstellen.
Natürlich könnte jetzt der Einwand kommen »Aber im Juni
hat doch niemand die Heizung an?«. Theoretisch ja. Aber
wenn es draußen seit Wochen primär nur regnet und die
Temperaturen auch Tagsüber nur knapp über 10°C steigen
ist die Heizung im Zimmer eben noch immer in Betrieb.

Mein persönliches Fazit: Die wenigen Euro für die beiden
Lüfter wirken sich sehr positiv auf die Temperatur aus.
Dabei sind sie selbst beinahe unhörbar. Zumindest konnte
ich keinen Unterschied feststellen als ich sie mit meiner
Lüftersteuerung ausgeschaltet habe. Dafür stieg die
Temperatur prompt wieder um etwa 20°C auf die bereits
erwähnten 60°C an.
Wer noch immer eine ältere Grafikkarte wie die 9600 GT in
seinem Rechner hat und diese mit einem Accelero S2 oder
S1 bestücken kann, sollte sich auch noch das Turbo Modul
dazu gönnen. Die Kombination ist mit etwa 15 Euro bei
vielen Anbietern erhältlich und macht aus so mancher
»Turbine« eine leise und obendrein noch kühlere
Grafikkarte durch den Tausch des originalen Kühlers mit
der Kombination von Arctic Cooling (welche übrigens
demnächst nach einer Namensänderung nur noch »Arctic«
heißen wird).
X_FISH
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