partimage
Anleitung für »Nicht Linux Benutzer«
Für Personen, die noch nicht mit Linux in Kontakt gekommen sind, bzw. sehr wenig Erfahrung
damit haben, habe ich die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung geschrieben. Wenn man sie
befolgt, steht am Ende das gestartete Programm partimage auf der Mattscheibe und man
kann mit der Seite 3 fortfahren. Wer bereits ein lauffähiges Linux hat bzw. Knoppix ohne
Anleitung starten kann, kann auch gleich zur dritten Seite springen.
Nun aber zur Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Aktuelle Knoppix-CD als .iso herunterladen und brennen. Die offizielle Homepage vom
Knoppix-Projekt: http://www.knopper.net/knoppix/.
- Im BIOS des Motherboards das CD-ROM als Bootmedium einstellen und die gebrannte
Knoppix-CD in das CD-ROM einlegen.
- Den Rechner neu starten, was ja Aufgrund der veränderten BIOS-Einstellungen ohnehin
notwendig ist.
- Bei der Abfrage der Bootoptionen von Knoppix die Hilfe anfordern. Bei meiner
Knoppix-Version vom 20. Februar 2002 mußte ich hierfür <F2> drücken.
Knoppix soll im »Konsolenmodus« gestartet werden. Dies bedeutet, dass man keine grafische
Oberfläche wie bei Windows hat. Vergleichbar ist dies mit der sogenannten
»Eingabeaufforderung« bzw. dem »DOS-Modus«.
Knoppix im Konsolenmodus starten. Bei mir lautete der Befehl hierfür knoppix 2.
Bitte die Angaben der Hilfe von Knoppix beachten. Knoppix versucht danach, die vorhandene
Hardware zu erkennen und einzubinden. Es werden keine Änderungen auf der Festplatte
vorgenommen!
Bei Rechnern mit wenig RAM fragt Knoppix eventuell nach, ob eine Swap-Datei angelegt werden
soll. Diese würde sich auf einem der Windows-Partitionen befinden und kann nach dem Beenden
von Knoppix einfach gelöscht werden. Bei aktuellen Rechnern mit 256 oder noch mehr RAM wird
keine Meldung erscheinen. Selbst wenn, so kann diese ignoriert werden, Knoppix kommt auch
ohne Auslagerungsdatei aus. Allerdings wird es dann langsamer. Der übrige Arbeitsspeicher
wird für eine RAM-Disk verwendet, eine virtuelle Festplatte im Arbeitsspeicher. Bei meinem
Rechner wurden von 256 MB RAM 196 MB für die RAM-Disk verwendet.
Damit nicht unnötig Daten im Arbeitsspeicher abgelegt werden müssen, sollte man auf die
grafische Oberfläche verzichten –, auch wenn sie Knoppix zur Verfügung stellt.
- Knoppix sollte nun ohne weitere Fragen hochfahren und ohne nach einem Usernamen oder
Passwort gefragt zu haben den Prompt präsentieren:
root@tty1[/]#
Man befindet sich nun im sogenannten Wurzelverzeichnis (root) des Systems und ist als
Benutzer »root« angemeldet.
Bevor man partimage starten kann, muß man eine Partition (ein Laufwerk) mounten,
auf dem das Image abgelegt werden soll. Achtung: Man kann nicht das Image einer Partition
auf sich selbst speichern!
Nehmen wir an, es soll die erste primäre Partition von der ersten IDE-Festplatte am ersten
IDE-Controller im System gesichert werden. Diese wird bei Linux über das Device
/dev/hda1 angesprochen. Somit kann man nicht /dev/hda1 als Ziellaufwerk
für das Image verwenden.
- Wechselt man in das Verzeichnis /mnt mit dem Befehl cd mnt, kann man
sich alle von Knoppix gefundenen Laufwerke anzeigen lassen. Knoppix legt automatisch
sogenannte Mountpoints an, einfach ein ls eingeben, das
entspricht (in etwa) dem dir unter DOS.
- hda1 entspricht – wie oben geschrieben – der ersten primären Partition auf der
ersten Festplatte am ersten IDE-Controller des Systems.
Wer sich mit den Bezeichnungen nicht auskennt und jetzt zunächst verwirrt ist, kann die
Laufwerke mounten und sich den Inhalt anschauen.
Man mountet ein Laufwerk, indem man den Befehl mount gefolgt von dem Mountpoint
eingibt. Dies ist zwar nicht ganz korrekt formuliert, trifft aber auf Knoppix zu, da die
Mountpoints bereits in einer Systemdatei eingetragen worden sind.
Will man beispielsweise die Partition hda1 mounten, so muß man mount
/mnt/hda1 eingeben.
Danach einfach mit cd /mnt/hda1 in das Verzeichnis wechseln und sich mit ls
-la den Inhalt anzeigen lassen.
Vorsicht: partimage macht nur von ungemounteten Laufwerken Images. Daher muß man
die Laufwerke wieder unmounten, von denen man das Image machen will. Dies geschieht mit dem
Befehl umount. Nein, ich habe kein »n« vergessen, der Befehl lautet wirklich
so.
Die Syntax von umount ist mit jener von mount identisch. Man darf sich
aber nicht im Verzeichnis befinden, auf das die Partition gemountet worden ist. Ansonsten
merkt Knoppix das und läßt (da sie im Zugriff ist) die Partition nicht unmounten.
- Hat man das Ziellaufwerk gemountet und das Quelllaufwerk ist nicht gemountet, so kann
man partimage starten.
- Dazu einfach partimage eingeben, Return drücken und das Programm wird
gestartet. Wie man nun ein Image anlegt, wird auf der nächsten Seite beschrieben.
Es passt zwar vom Ablauf her nicht an diese Stelle, aber man will nach dem Anlegen bzw.
dem Zurückspielen des Images Knoppix auch wieder beenden. Hierzu einfach folgenden Befehl an
der Konsole eingeben:
shutdown -h now
Knoppix wird damit heruntergefahren, die CD ausgeworfen und man kann danach den Rechner
ausschalten (wenn er sich nicht selbst ausschalten sollte).
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