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Debian via Internet updaten

Vorneweg: Ja, das Format der Texte sprengt den Rahmen bei manchen Auflösungen. Dies nehme ich in Kauf damit man die angegebenen Inhalte der sources.list bequem per copy'n'paste übernehmen kann. Das sieht zwar nicht immer sehr schön aus, aber: »form follows function«.

apt-get

Die meisten Debian-User werden – sei es dank einem guten Buch oder Onlinehandbücher – mit apt-get umgehen können. Zwar könnte man auch mit dselect arbeiten, ich persönlich ziehe apt-get vor.

Auf eine genaue Beschreibung der Syntax des Befehls will ich nicht weiter eingehen, dafür gibt es Manpages und/oder andere Informationsquellen (Beispielsweise das »Debian GNU/Linux Anwenderhandbuch«).

Per apt-setup kann man mit einer grafischen Oberfläche die Quellen editieren, aber warum eine grafische Oberfläche verwenden wenn man es gleich mit einem normalen Texeditor (beispielsweise vi) erledigen kann?

Nun gut, der vi ist evtl. nicht jedermanns Sache, aber es gibt ja auch noch andere Texteditoren unter Linux. Es bleibt jedem selbst überlassen, welchen Editor er verwenden will.

Die Quellen der Pakete werden bei der Installation standardmäßig auf die vorhandenen Installations-CDs »beschränkt«. Die Informationen werden in der Datei /etc/apt/sources.list abgelegt. Ein Beispiel für eine sources.list mit den Installations-CDs würde wiefolgt aussehen:

Wie man sicherlich gut erkennen kann, handelt es sich bei der eben dargestellten sources.list um eine ziemlich alte – sie ist für die CDs der r0 vom 2.2er Debian (Potato) erstellt worden.

Diese Datei speichert man nun am Besten als Backup ab. Sollte irgendetwas bei den folgenden Schritten fehlschlagen hat man noch immer die originale sources.list mit den Angaben der Installations-CDs.

Die folgende Version der sources.list verwendet HTTP zum Aktualisieren der Pakete. Es ist die IP des deutschen Mirrors ftp.de.debian.org direkt angegeben, dies habe ich nur aus einem Grund gemacht: Kann die Domain nicht aufgelöst werden, so ist kein Update möglich. Gibt man direkt die IP ein, so sollte das Update eigentlich immer möglich sein. Nun aber erstmal die sources.list:

Wie man sehen kann sind beinahe alle Zeilen mit einem hash (#) auskommentiert. Würde man apt-get update ausführen, verbindet sich der Rechner mit dem Server http://141.76.2.4/debian/ und holt sich die Informationen zur Version 2.2 (potato).

Natürlich ist auch ein Update per FTP möglich, es müssen einfach nur die entsprechenden Zeilen auskommentiert werden. Da es ziemlich unsinnig ist, unterschiedliche Server als Quelle für identische Pakete anzugeben, sollten die nicht benötigten Server auskommentiert werden.

Will man die Pakete von anderen Versionen erhalten (sid, woody), so tauscht man in den Zeilen den Namen der Version gegen die Gewünschte aus. Im von mir angegebenen Beispiel sind die auskommentierten Server alle für die Version sid konfiguriert worden. Lediglich die »freigeschaltete« Quelle der Pakete ist für potato konfiguriert worden.

Eigentlich war's das schon. Nach dem Editieren der sources.list kann man sich einfach per apt-get update die neuesten Paketinformationen vom Server holen und dann – wie gewohnt – per apt-get install bzw. apt-get upgrade die neuesten Versionen installieren bzw. upgraden.

Wie man aus dem Web updaten kann, wenn man sich hinter einem Proxy befindet, kann in dieser Anleitung nachgelesen werden.

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