26.
November
2011
Schon vor etlichen Jahren habe ich 7-Zip[1] als Freeware-Packer auf
meiner Website mit aufgeführt[2]. Seinerzeit primär zum
Entpacken von kleineren .zip- und .tar.bz2-Archiven unter
Windows im Einsatz, kann die Software natürlich noch viel
mehr an Funktionen bieten.
Aus aktuellem Anlass hat sich eine kleine Anleitung
ergeben, wie man mit 7-Zip aus einer großen Datei schnell
und einfach mehrere kleinere Dateien erzeugen kann.
Zunächst einfach den Windows-Explorer öffnen und per
Rechtsklick das Kontextmenü für 7-Zip einblenden lassen.
Natürlich muss 7-Zip zuvor heruntergeladen und
installiert worden sein.
Es sollte dann so ähnlich wie auf dem Screenshot
aussehen:
Nun einfach den Menüpunkt Zu einem
Archiv hinzufügen... auswählen. Es öffnet sich ein
neues Fenster in welchem die Optionen für das anzulegende
Archiv eingegeben werden können.
Nicht durch den Dateinamen irritieren lassen. Um für
diese Anleitung eine größere Datei in ein Archiv mit
mehreren Dateien mit maximal 200 Megabyte Größe zerlegen
zu können habe ich einfach auf ein .iso einer
Ubuntu-Version zurückgegriffen.
Natürlich muss bei den Optionen unten links eine Größe für die Teildateien eingegeben werden. 200 Megabyte stehen leider nicht zur Auswahl, daher einfach den Wert »200 MB« in das Feld eingeben.
Wer jetzt ohne weitere Veränderungen an den Optionen das
Archiv anlegen lässt ist gerade bei großen Dateien nun
damit beschäftigt, untätig auf den Bildschirm zu
starren.
Standardmäßig ist als Kompressionsstärke Ultra ausgewählt. Dies verlangsamt natürlich
den Prozess deutlich.
Der Vollständigkeit halber und um einen Vergleich mit der
deutlich schnelleren Variante zu haben, habe ich aber
eben diesen Ablauf auch einmal dokumentiert.
Mit einem Intel Core 2 Duo E5200 benötigt 7-Zip etwa 8
Minuten um die knapp 700 Megabyte der .iso-Datei auf vier
Teildateien aufzusplitten. Dabei gelingt es 7-Zip die
Datei nur geringfügig zu verkleinern.
Wie nicht anders zu erwarten entstehen vier Teildateien
mit maximal 200 Megabyte an Größe. Allerdings eben erst
nach rund 8 Minuten. Durch die aktivierte Komprimierung
wird die pro Sekunde übertragene Datenmenge auf etwa 1,4
Megabyte limitiert.
Wie klingen 76 MB/s im Vergleich zu 1,4 MB/s? Deutlich
sympathischer? Weiter unten auf dieser Seite folgt der
Hinweis wie dies zu bewerkstelligen ist. ![]()
Doch zunächst weiter mit den vier angelegten Teildateien.
Diese befinden sich – sofern das Ziel nicht verändert
wurde – im gleichen Verzeichnis wie die Quelldatei.
Damit man die vier Dateien besser erkennen kann habe ich
sie nach dem Anlegen in ein separates Verzeichnis
verschoben.
Führt man einen Rechtsklick auf die erste Datei aus, kann man wie schon am Anfang beschrieben über das Kontextmenü 7-Zip aufrufen. Nur das man diesmal das Öffnen der Datei auswählt.
Siehe da: 7-Zip zeigt die Datei »am Stück« an. Würde man sie nun entpacken, fügt 7-Zip die vier Teildateien des Archivs wieder zu einer großen Datei zusammen.
Wie oben schon geschrieben ist der Ablauf bei aktivierter
Komprimierung sehr, sehr langsam. Bei der .iso-Datei war
zudem der erzielte Speicherplatzgewinn sehr gering. Daher
lohnt es sich bei manchen Dateien nicht auf die nur
marginal stattgefundene Komprimierung zu warten.
Es ist einfacher und schneller die in Teildateien
aufzusplittende Datei einfach nur zu »archivieren«. Auch
dies ist mit 7-Zip möglich.
Statt Ultra wird einfach
Speichern ausgewählt. 7-Zip
versucht nun nicht mehr das Archiv zusätzlich zu
komprimieren, sondern teilt nur noch die große Quelldatei
in Archive mit maximal 200 Megabyte auf – sofern unten
links dieser Wert in das dazugehörige Feld eingegeben
wurde (was auf dem Screenshot noch fehlt).
Siehe da: Der Balken »flitzt« von links nach rechts bei einer Datenübertragungsrate von 76 Megabyte pro Sekunde. Nach knapp 10 Sekunden ist die rund 700 Megabyte große Datei in vier Teildateien gesplittet worden.
Also dann: Auf zum fröhlichen Zerlegen von großen
Quelldateien. ![]()
X_FISH