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12.

Juli

2011

Descent

Descent – schlicht und ergreifend das Spiel in welchem man (oder zumindest ich) das Gefühl hatte, sich wirklich völlig frei in einem dreidimensionalen Raum bewegen zu können. Und das ganze schon 1995, also vor über 15 Jahren.

Descent (deutsche Verpackung)

Die Mischung aus Egoshooter und Flugsimulator hat seinerzeit sicherlich auch dazu beigetragen, dass ich viele Stunden Spaß (und Frust) in den diversen Leveln hatte.

Descent (deutsche Verpackung)

Via IPX konnte man das Spiel bis zu 8 Spielern auch im Multiplayermodus spielen. Maximal waren wir zu dritt unterwegs, per Modem im Internet habe ich Descent seinerzeit nie gespielt.

Mutig waren zumindest die Texter. Was dort auf der Rückseite des Kartons zu lesen ist weckt ja schon einiges an Erwartungen: »Das aufregendste Actionspiel aller Zeiten« sollte Descent also sein. Gut, in »Minen auf Pluto« war bisher niemand unterwegs. In Doom II hatte man es immerhin bis zu den Marsmonden geschafft, Descent war da schon ein wenig weiter weg von der Erde...

Descent (deutsche Verpackung)

Was schon 1995 natürlich nicht auf den Pappkartons fehlen durfte: Der Hinweis auf den Pentium. Ansonsten ist das Spiel ja recht genügsam, die Grafik ist aus heutiger Sicht natürlich hoffnungslos veraltet um nicht zu sagen schrecklich pixelig. Damals (1995) war man mit so etwas nicht nur zufrieden sondern sogar überglücklich.

Descent (deutsche Verpackung)

Der Lieferumfang der deutschen Version war sehr übersichtlich. CD im Jewelcase, Bedienungsanleitung und das war es auch schon. Eine Version auf 3,5"-Disketten war übrigens auch erhältlich, man konnte im Geschäft noch auswählen welche Variante man haben wollte.

Descent: Inhalt in Form von CD und Bedienungsanleitung (deutsche Verpackung)

Ordentlich wie ich ja bin und nichts unnötiges wegwerfe habe ich seinerzeit die Rechnung einmal gefaltet und in den Karton gelegt. Wo sie auch heute noch nach über 16 Jahren zu finden war.

85,00 DM habe ich damals für Descent auf den Tresen gelegt. Wenn ich mir überlege wie viele Stunden ich anschließend damit verbracht habe war der Preis gerechtfertigt. Kein Vergleich zu den Singleplayer-Kampagnen heutiger Tage. Aber eventuell erscheint einem das auch nur nach 16 Jahren so? Jedenfalls weiß ich, dass wir Descent auch auf LANs häufiger gespielt haben – bis dann Spiele wie Unreal oder Duke Nukem 3D mit besserer Grafik und teilweise schrägem Humor definitiv an die Stelle von Descent traten.

Rechnung für Descent (deutsche Version)

Was kostete früher ein Prozessor?

1998 hatte Descent somit eigentlich schon ausgedient. Nachfolger erschienen zwar noch, aber irgendwie hatte niemand im Freundes- und Bekanntenkreis noch Lust sich einen der beiden Nachfolger zu holen.

PC Magazin DOS 05/98

So blieb es bei den seinerzeit aktuellen Egoshootern – und dem eigentlich auch heute noch vergnüglichen »Spiel« namens »Windows-Neuinstallation«.

Wie man auf dem Titelblatt der Ausgabe 05 aus dem Jahr 1998 sehen kann hatte man auch schon vor 13 Jahre mit Windows so seine kleinen oder eher größeren Problemchen.

CPUs
RAM
AMD K6 200 MHz 269,00 DM
SIMM 30-pin 1 MB 14,00 DM
AMD K6 233 MHz 349,00 DM
SIMM 30-pin 4 MB 29,00 DM
IBM/Cyrix MX 200+ 150 MHz 169,00 DM
PS/2 72-pin 8 MB 29,00 DM
IBM/Cyrix MX 233+ 150 MHz 419,00 DM
PS/2 72-pin 16 MB 49,00 DM
Intel Pentium MMX 200 MHz 279,00 DM
PS/2 72-pin 32 MB 94,00 DM
Intel Pentium MMX 233 MHz 419,00 DM
PS/2 72-pin 64 MB 289,00 DM
Intel Pentium II 233 MHz 619,00 DM
DIMM 168-pin 16 MB 69,00 DM
Intel Pentium II 266 MHz 829,00 DM DIMM 168-pin 32 MB 104,00 DM
Intel Pentium II 300 MHz 1179,00 DM
DIMM 168-pin 64 MB 229,00 DM
Intel Pentium II 333 MHz 1339,00 DM
DIMM 168-pin 128 MB 499,00 DM
Quelle: Anzeige von Alternate (Linden) in PC Magazin DOS 05/98

Wie schon bei den letzten Beiträgen ist es nicht ganz sicher wann der nächste »antike« Gegenstand von mir näher betrachtet wird. Einfach regelmäßig vorbeischauen.

X_FISH

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