17.
September
2011
Es ist mal wieder soweit: Eine kleine Kaufberatung und
ganz nebenbei wieder einmal eine Empfehlung von mir für
einen Kühler aus dem Hause »Scythe«. ![]()
Zunächst die Anforderungen für das System. Gesucht
beziehungsweise gewünscht war ein einfacher Rechner für
den Büroalltag welcher also überwiegend für
Schreibarbeiten herhalten darf. Nebenbei sollte er
günstig sein und nicht allzu laut.
Was an fertig konfektionierten Geräten bei den üblichen
Discountern herumsteht trifft nicht unbedingt auf den
geplanten Einsatzweck zu. Insbesondere wenn die
vermeindich günstigen Angebote gar kein Betriebssystem im
Lieferumfang haben. Kurz überschlagen war klar, dass die
vermeinlich günstigen Office-Systeme gar nicht so günstig
sind wie sie es einem im bunten Anzeigenblatt vermitteln
wollen. Aus diesem Grund kurz das Setup des Rechners und
die Preise der Komponenten im Überblick:
| Bezeichnung | Preis (tagesaktuell) |
| Intel Celeron G530 | 39,49 Euro |
| Ninja 3 SCNJ-3000 | 34,99 Euro |
| Gigabyte GA-H61M-S2V-B3 | 56,90 Euro |
| G.Skill DIMM 4 GB DDR3-1333 Kit | 24,99 Euro |
| LG GH22NS (DVD-Brenner) | 24,50 Euro |
| Western Digital 500 GB 5000AAKX, 16 MB | 38,50 Euro |
| Windows 7 Home Premium 64 Bit | 81,90 Euro |
| Corsair CX430 V2 (Netzteil) | 42,99 Euro |
| Antec VSK-1000 (Gehäuse) | 39,99 Euro |
| Summe | 384,25 Euro |
Der Unterschied zu den »Business-PCs« von der Stange:
Statt dem originalen OEM-Kühler wird mit dem Scythe Ninja
3 leise gekühlt, er setzt sich als Lüfter im Tower-Design
nicht so schnell mit Staub zu wie seine Kollegen aus der
OEM-Ecke mit ihrem Downblower-Prinzip. Sozusagen als
Sahnehäubchen obendrauf auch noch ein gutes Gehäuse von
Antec. Kein Gamer-Gehäuse aber ein solides Gehäuse in
schlichtem Schwarz mit genügend Öffnungen für eine gute
Durchlüftung.
Abgesehen davon ist das von mir zusammengestellte System
nur 10 Euro teurer als ein Äquivalent mit Betriebsystem
(dafür mit nur der Hälfte an RAM) und ganze 20 Euro
günstiger als eines der »Business-PCs« zum
Schnäppchenpreis mit fehlendem Betriebssystem.
Genug Einleitung, jetzt kommen endlich ein paar Bilder. Zunächst vom Kühler samt Prozessor. Dieser wurde als »tray«-Version gekauft, daher ohne bunte Verpackung mit Aufkleber von Intel.
In der unscheinbaren, blauen Schachtel schlummert ein Prozessor mit »Sandy Bridge«-Kern. Intel hat an seinen bisherigen Produktnamen festgehalten und so hat dieser Prozessor den altbekannten Namen »Celeron« erhalten. Der Name wird zwar weiterhin (und zu Unrecht) mit Geschwindigkeitseinbußen und schlechter Leistung in Verbindung gebracht.
Wenn man allerdings bedenkt das in vielen Büros noch
Singlecore Pentium IV genutzt werden ist der Celeron G530
mit seinen 2x 2.40GHz und der integrierten Grafik für
einen Bürorechner mehr als ausreichend
dimensionert.
Weshalb einen Prozessor für den drei- oder vierfachen
Preis kaufen wenn dieser sich mit den Officeanwendungen
ohnehin nur langweilen würde? Gleiches gilt für die
Grafikkarte. In vielen der »Business-PCs« von der Stange
werden zusätzlich Grafikkarten verbaut welche den Preis
auch wieder ein wenig nach oben treiben. Beim Celeron
G530 ist die Grafik integriert und somit ist keine
zusätzliche Grafikkarte notwendig. Erst recht keine mit
kleinem, nervigen Lüfter welcher unter dem Tisch für eine
unangenehme Geräuschkulisse sorgt.
Den Unterschied zwischen »tray« und »boxed« habe ich vor einigen Wochen schon anhand eines Intel Core i3 erklärt: »Was ist »boxed«?«. Daher halte ich mich an dieser Stelle nicht mit Erklärungen auf sondern fahre mit dem Motherboard fort.
Das Gigabyte GA-H61M-S2V-B3 bietet wie die meisten kompaten Boards leider keine Anschlüsse mehr für IDE (inzwischen auch als PATA bezeichnet) und Floppylaufwerke. Dies ist inzwischen auch kaum noch notwendig in Zeiten von USB-Sticks mit über 16 Gigabyte Fassungsvermögen und einem im Rechner verbauten DVD-Brenner.
Das Board selbst ist nicht sonderlich spektakulär. Keine leuchtende Lackierung wie sie von Gamern bevorzugt wird. Keine besonderen Gimmicks. Kein WLAN, keine Heatpipe-Kühlung des Chipsatzes. Es genügt ein einfacher, passiver Kühlkörper welcher von der ohnehin im Gehäuse bewegten Luft gekühlt wird.
Der Sockel 1155 auf dem Board passt natürlich zum oben vorgestellten Celeron mit »Sandy Bridge«-Kern. Die »Füßchen« befinden sich wie bei den anderen aktuellen Prozessoren von Intel nicht mehr am Prozessor, sondern auf dem Motherboard. Daher befindet sich auf dem Board eine Abdeckung welche eben diese Kontakte schützt.
Wird die Abdeckung abgenommen sind die feinen Kontakte zu erkennen. Rechts und links kann man die kleinen Nasen erkennen, welche ein falsches Einlegen des Prozessors unmöglich machen.
Der Prozessor wird einfach in den Sockel eingelegt. Er muss nicht festgedrückt oder anderweitig fixiert werden. Diese Aufgabe übernimmt der Rahmen aus Metall welcher nach dem Einsetzen des Prozessors wieder geschlossen werden muss.
Der Hebel an der Seite wird wieder verriegelt. Nun kann der Prozessor nicht mehr aus der Halterung springen oder sich im Sockel verschieben.
Nachdem der Prozessor fest im Sockel sitzt kann nun endlich mit der Montage des Scythe Ninja 3 begonnen werden. Der Lieferumfang ist wie ich es nicht anders von Scythe gewohnt bin umfangreich und dennoch gleichzeitig kompakt. Vor allem ist die Verpackung der einzelnen Bestandteile wieder einmal lobend hervorzuheben. Mitbewerber schmeißen einfach alles in eine Tüte und fertig ist deren Verpackung der Kleinteile.
Da der Scythe Ninja 3 auch für andere Sockel geeignet
ist, sind ein paar Teile nicht für die Montage auf dem
Sockel 1155 notwendig. Scythe hält die Anzahl dieser
Teile gering in dem sie die Halterung entsprechend
optimiert hat. Die Montageanleitung gibt Aufschluss
darüber welche Teile benötigt werden und welche im Karton
beziehungsweise der kleinen Plastiktüte verbleiben
dürfen.
Was mich bei Reviews über die Kühler von Scythe immer
wieder verwundert: Die beigefügte Menge an Wärmeleitpaste
wird als zu gering bemängelt. Ich weiß ja nicht wie viele
Wärmeleitpaste andere auf ihren Prozessor schmieren, mir
genügt für die Montage von einem Scythe Kühler maximal
die Hälfte aus der beigelegten Plastiktüte.
Viele PC-Nutzer haben kein Vertrauen in die PushPins
welche bei Intel üblicherweise die Kühler an ihrem Platz
auf dem Board halten. Scythe bietet beim Ninja 3 eine
sichere Befestigungslösung da der Kühler durch eine
Backplate hindurch verschraubt wird.
Die Backplate ist aus Metall gefertigt und mit
unterschiedlichen Bohrungen versehen damit die
Kompatibilität zu unterschiedlichen Sockeln gewährleistet
ist. Der helle Schimmer auf der Platte stammt von einer
Kunststoffbeschichtung welche sich auf dem Metall
befindet. Rechts und links sind die Auflageflächen mit
Moosgummi überzogen.
Das Gegenstück zu der Backplate ist nach dem Auspacken noch nicht am Kühler montiert. Die zum jeweiligen Sockel passenden Haltebügel werden ausgewählt und mit je zwei Schrauben rechts und links neben der Kontaktfläche befestigt.
Die montierten Haltebügel sind nicht starr sondern dienen
als Federn um den Kühler mit genügend Druck auf dem
Prozessor zu halten.
An den vier Enden sind Langlöcher vorhanden. Damit der
Kühler durch die Backplate hindurch verschraubt werden
kann müssen noch Muttern eingesetzt werden.
Die eingesetzten Muttern bestehen jeweils aus zwei
Teilen. Zum einen aus der Mutter mit einem Innen- und
Außengewinde und aus einer Rändelmutter, welche mit dem
Außengewinde der erstgenannten Mutter verschraubt
wird.
Dadurch ensteht eine einfache aber stabile Verbindung in
welche später die Schrauben durch die Backplate hindurch
verschraubt werden können. Damit die Muttern nicht
verrutschen oder mitdrehen sind sie als Sechskant
ausgeführt. Dieser kann auf der Rückseite der Haltebügel
in der ausgesparten Nut einrasten und sorgt dafür, dass
sich die Muttern nicht mehr drehen können.
Natürlich muss vor der Montage des Kühlers die
Schutzfolie auf der Kontaktfläche abgezogen werden. Die
Oberfläche ist vernickelt, darunter befindet sich eine
Bodenplatte aus Kupfer durch welche die 8 Heatpipes
geführt wurden. Richtig: 8 Heatpipes. Wer die mit Muttern
abgedeckten Enden der Heatpipes auf der Oberseite zählt
wird auf 16 kommen. Da die Heatpipes allerdings in U-Form
ausgeführt sind handelt es sich tatsächlich nur um 8
Heatpipes welche natürlich 16 Enden haben. ![]()
Zurück zur vernickelten Oberfläche welche bei meinem
Ninja 3 eben ausgeführt war. Der »Glanztest« mit dem
1-Euro-Stück zeigt den gewohnten Hochglanz der
Kontaktfläche.
Wenn die Wärmeleitpaste aufgetragen wurde sollte der
Kühler noch ein wenig auf dem Prozessor bewegt werden.
Dies hat zur Folge das sich die Wärmeleitpaste
gleichmäßig verteilen kann und im Gegensatz zur nur unter
Druck erfolgten Verteilung keine Luftblasen
eingeschlossen werden können.
Da die Muttern an den Halteklammern fixiert sind erfolgt
die Montage des Kühlers einfach: Kühler umgedreht auf den
Tisch stellen, Motherboard aufsetzen und die Schrauben
vorsichtig ansetzen. Anschließend die Schrauben über
Kreuz nach und nach anziehen bis der Kühler fest auf dem
Board sitzt.
Wie man auf dem Bild erkennen kann müssen die Halteklammern nicht wie bei Produkten von Mitbewerbern das Motherboard berühren. Die Halteklammern haben ihre Funktion als Federn und man muss die Schrauben nur so weit anziehen bis der Kühler fest auf dem Prozessor sitzt. Dies einfach und mit Gefühl von Hand erledigen.
Nachdem die Schrauben stark genug aber eben auch nicht unnötig stark angezogen wurden sitzt der rund ein Kilogramm schwere Kühler fest auf dem Prozessor und ist sicher mit dem Motherboard verbunden.
Bei den 2x 2 GB Riegeln habe ich beim Arbeitsspeicher
wieder einmal auf G.Skill mit bereits montiertem
RAM-Kühler zurückgegriffen. Die Höhe der RAM-Kühler ist
dabei zu beachten da es ansonsten zu Problemen bei
Kühlern wie dem Scythe Ninja 3 kommen kann.
Die Module gehören zur RipjawsX-Serie von G.Skill und
besitzen daher den bunten aber von der Funktion her nicht
relevanten Aufdruck.
Das in der Blister-Verpackung gelieferte Kit besteht aus zwei 2-GB-DDR3-1333-Speicherriegeln (PC3-10600). Zwei Riegel werden verbaut damit die Dual-Channel-Funktion des Boards genutzt werden kann. Die Module sind auf Latenzen von 7-7-7-21 bei 1333 MHz programmiert und wurden laut Beiträgen in Internetforen und Kundenrezensionen auch schon längerfristig mit 1600 MHz betrieben. Dies steht für das Office-System zwar nicht zur Diskussion aber wenn der Riegel damit längerfristig funktioniert sollte er im Büro-Alltag sicherlich bei normaler Taktung mehrere Jahre funktionieren.
Die Wahl fiel auf das Kit von G.Skill auch
beziehungsweise gerade aus dem Grund das sie unter einem
Scythe Ninja 3 montiert werden können. Wie man auf dem
folgenden Bild sehen kann ist es zwar ein wenig knapp,
man bekommt den hinteren Riegel aber noch gut in den
Slot.
Wer den Arbeitsspeicher vor dem Kühler ins Board steckt
wird keinerlei Probleme haben.
Noch ein zweites Bild aus einem anderen Blickwinkel.
Werden die unteren beiden Lamellen des Scythe Ninja 3 für
die Montage oder Demontage des RAM-Riegels vorsichtig
nach oben verbogen erfolgt der Arbeitsschritt
problemlos.
Probleme könnte beziehungsweise wird es mit RAM-Riegeln
mit höheren Kühlaufsätzen oder gar Heatpipekontruktionen
geben. In dem Fall müsste man wohl am Scythe Ninja 3 die
Blechschere ansetzen.
Corsair bietet Netzteil der sogenannten »Builder Series«
relativ günstig an. Das Innenleben unterscheidet sich
laut Tests nur geringfügig bis gar nicht von den teureren
Modellen, dafür ist die Ausstattung ansonsten schlicht.
So muss beispielsweise auf ein modulares Kabelmanagement
und SLI- sowie Crossfire-Unterstützung verzichtet
werden.
Da solche Eigenschaften zwar interessant, für einen
Büro-PC jedoch nicht relevant sind, kann man bedenkenlos
zu einem Netzteil mit dem Kürzel CX von Corsair
zurückgreifen.
Die durchschnittliche Effizienz liegt bei über 80%, es sind alle Anschlüsse am Kabelbaum vorhanden welche man aktuell benötigt. Dabei wurde auch nicht an den Anschlüssen für IDE-Laufwerke gespart welche gerne noch für zusätzliche Lüfter oder Lüftersteuerungen verwendet werden.
Das Netzteil selbst ist schlicht in einem matten schwarz ausgeführt. Dies mag sogar noch zusätzlich ansprechend wirken, kaufenentscheidend war es im Falle des Büro-PC nicht. Die Rückseite des Gehäuses ist lediglich gelocht. Für die Belüftung des Netzteils sorgt ein innen montierter 120er Lüfter welcher die Luft über dem Prozessor ansaugt.
Von den Leistungswerten her ist das Netzteil für den Büro-PC mehr als ausreichend dimensioniert. Günstigere Alternativen gehörten allerdings schon zur Sparte »günstige NoName-Produkte« und wegen 5 Euro beim Netzteil sollte man nicht unbedingt das Sparen beginnen. Zumal ein sehr langer Einsatz wahrscheinlich ist. Der Rechner wird von morgens bis abends eingeschaltet sein und sollte daher auch eine entsprechende Betriebssicherheit besitzen.
Besonders anzumerken ist beim CX430 wie die teilbaren
Stecker ausgeführt wurden. Bei vielen Netzteilen sind
bestehen Stecker einfach nur aus zwei Teilen welche
nebeinenander eingesteckt werden. Gerade beim ATX-Stecker
kann man da schon mal Probleme mit dem kleinen 4-poligen
Zusatzstecker bekommen – da er gerne mal rausrutscht
wenn man die Kabel mit einem Kabelbinder fixiert.
Beim Stecker des CX430 kann dies nicht passieren da die
teilbaren Stecker mit kleinen Pins zu einem stabilen
größeren Stecker verbunden werden können. Sobald der
Stecker einmal eingesteckt ist kann der kleinere 4-polige
Stecker nicht mehr versehentlich abgezogen werden. Erst
nachdem der Stecker als Ganzes abgezogen wurde können die
beiden Teile wieder getrennt werden.
Beim Gehäuse fiel die Wahl auf das VSK-1000 von Antec.
Dies obwohl bisher kaum Informationen zum Gehäuse im
Internet zu finden sind – mal abgesehen von den
üblichen technischen Daten welche auch bei Antec selbst
nachzulesen sind.
Es ist ein klassischer Midi-Tower mit genügend Platz für
ATX-Mainboard, elf Laufwerke (davon einem
3,5"-Laufwerk) und Montagemöglichkeiten für drei
120er Lüfter.
Die Blenden an der Front bestehen aus einem
Metallgeflecht, daher ist für eine gute Durchlüftung und
somit eine gute Kühlleistung gesorgt. Etwas
verwunderlich: Während die oberen
Laufwerkschachtabdeckungen noch mit Schaumstoff als
Filtermatten ausgeführt sind, sind vor den beiden
Halterungen für 120mm-Lüfter keine Schaumstoffmatten mehr
vorhanden.
Die Verarbeitung im Inneren des Gehäuses ist gut bis sehr gut. Kanten sind nicht nur gestanzt sondern auch umgelegt und fest angepresst. Schnittverletzungen und aufgeschnittene Isolierungen von Kabeln bei der Montage sind somit ausgeschlossen. Löcher für die Kabelführung sowie am Motherboardträger befindliche Durchführungen für Kabelbinder erleichtern die Montagearbeiten beziehungsweise das saubere Verlegen der Kabel.
Nach dem Herausbrechen der Motherbord-Blende konnte
problemlos die im Lieferumfang des Gigabyte
GA-H61M-S2V-B3 befindliche Blende montiert werden.
Ebenso einfach gestaltete sich die Montage vom Netzteil
und Motherboard im Gehäuse da genügend Platz vorhanden
ist. Der Scythe Ninja 3 passt problemlos in das Antec
VSK-1000, die Seitenabdeckung kann geschlossen werden
ohne das der Kühler an ihr anliegt.
Die Montage von Laufwerken erfolgt »klassisch«: Reinschieben und festschrauben. Es gibt keine Festplattenkäfige oder besonders ausgetüftelte schraubenlose Befestigungen.
Vor der Festplatte kann in der Frontblende ein Lüfter montiert werden – beziehungsweise zwei Lüfter. Da gerade der 120mm-Lüfter des Scythe Ninja 3 parat lag habe ich ihn für diese Aufnahme verwendet. Allerdings ist der Lüfter dort nicht endgültig verbaut worden. Es soll einfach nur als Anschauungsbeispiel dienen.
Der 120-mm-Lüfter des Scythe Ninja 3 wurde mit den beiden
beiliegenden Halteklammern am Kühler befestigt. Der oben
bereits erwähnte und im Bild ersichtliche Spalt zwischen
RAM-Kühler und Ninja 3 genügt zum Einfädeln der
Feder.
Angeschlossen wurde der im Lieferumfang enthaltene
120-mm-Lüfter des Antec VSK-1000 am Netzteil. Der Lüfter
des Scythe Ninja 3 wurde ganz normal auf dem Motherboard
angeschlossen. Die in der Leitung befindliche Slotblende
mit dem Potentiometer für die zusätzliche
Drehzahlregelung ist natürlich ebenfalls verbaut worden.
Am Lüfter des Antec VSK-1000 befindet sich noch eine Leitung an dessen ende ein kleiner Schalter zu finden ist. Dieser Schalter kann auch als Drehzahlregelung bezeichnet werden – allerdings kann man nur zwischen zwei Geschwindigkeiten auswählen.
Da bereits ein sogenannter KVM-Switch
(Keyboard-Video-Mouse) existiert und dieser weiter
genutzt werden soll war es unerlässlich zwei
PS/2-Anschlüsse am Motherboard zu haben.
Inzwischen haben nicht mehr alle Boards die Anschlüsse
für Tastatur und Maus als PS/2. Daher vor dem Kauf darauf
achten was für Anschlüsse benötigt werden und ob das
Motherboard damit dienen kann.
Als Betriebssystem für den Büro-PC kam nur eins in Frage: Windows 7. Die 64-Bit-Version damit der Arbeitsspeicher vollständig unterstützt wird. »Home Premium« sollte für die Nutzung genügen. Bisher wurde der alte Büro-PC noch mit Windows XP Home betrieben.
Abschließend noch die Antwort auf eine Frage welche ich
bei meinen Empfehlungen für Kühler immer wieder zu hören
bekomme: »Was bringt dieser Scythe Ninja 3 eigentlich
so?«.
Gefragt wird danach, was er einem OEM-Kühler oder den
Produkten anderer Mitbewerber voraus hat. Das ein
Downblower-OEM-Kühler seinen zweck zwar erfüllt,
allerdings relativ schnell auch als unglaublich präzise
arbeitendes »Staubsammelgerät« agiert habe ich bereits
weiter oben geschrieben.
Andere Towerkühler welche auch nicht mehr Kühlleistung
bringen aber teilweise über das doppelte eines Kühlers
von Scythe kosten sind meiner Meinung nach nicht
wirtschaftlich.
Günstigere Produkte gibt es natürlich auch noch als
Alternativen zu den OEM-Kühlern. Jedoch habe ich auch
hier schon einige Modelle ausprobiert und bin mal von der
Halterung und mal von der Kühlleistung – oder auch von
beidem – nicht sonderlich begeistert gewesen.
Da Bilder mehr als viele Worte sagen zum Abschluss noch
ein Bild welches für den Scythe Ninja 3 sprechen sollte:
Die gemessene CPU-Temperatur liegt unter der Temperatur
des Systemsensors und dabei lediglich 3°C über der
Raumtemperatur. Dies nicht etwa direkt nach dem
Einschalten sondern nach rund 20 Minuten Betrieb während
der Installation von Windows 7 – bei niedrigerster
Geschwindigkeit von Gehäuse- und Prozessorlüfter. Na,
wenn das mal kein Argument für einen Ninja im Büro-PC
ist? ![]()
X_FISH