30.
Juni
2011
In den Jahren zwischen 2001 und 2005 fast schon
obligatorisch: Die sogenannten »Airflow-Kabel«. Dabei
handelte es sich um »gerundete« IDE- und Floppykabel, bei
welchen die sonst als Flachbandkabel ausgeführten
Leitungen aufgetrennt und in Schläuchen geführt
wurden.
An erster Stelle hinter der Idee die Flachbandkabel
anders zu gestalten war eine Verbesserung der
Gehäusedurchlüftung. Sowohl Intel mit ihren damals
aktuellen Pentium wie auch AMD mit dem Athlon hatten
kleine Heizkraftwerke mit hoher Verlustleistung in Form
von Abwärme auf dem Markt.
Selbst mit Kühlern mit hoher Leistung bestand noch immer
das Problem die Wärme möglichst schnell aus dem Gehäuse
heraus zu bringen. Dabei waren die in der Regel wie eine
kleine Trennwand verlegten Flachbandkabel der Laufwerke
im Weg.
Wer zwei optische Laufwerke, zwei Festplatten und ein
Floppy im Rechner hatte, hatte drei Flachbandkabel im
Gehäuse und konnte mit den »Airflow-Kabeln« den
Luftdurchsatz im Gehäuse in den meisten Fällen verbessern
– sofern auch entsprechende Belüftungsöffnungen an der
Front vorhanden waren.
Ansonsten haben sich die »Airflow-Kabel« nicht von
normalen Flachbandkabeln unterschieden. Bei den
seinerzeit von mir gekauften Kabeln von Revoltec waren
noch praktische Fahnen an den Steckern eingearbeitet,
welche das Abziehen von Laufwerken deutlich erleichtet
hat.
Die Ummantelung gab es in diversen Farben. Ich habe
damals einfach die günstigsten Kabel genommen, daher sind
sie gelb.
Auch UV-aktive Ummantelungen waren im Angebot und recht
beliebt wenn das Gehäuse (nachträglich) mit einem Gehäuse
versehen wurde und eine entsprechende UV-Lichtquelle ins
Gehäuse integriert wurde.
Nachdem sich inzwischen SATA durchgesetzt hat sind solche
IDE-Kabel auch schon »fast antik«, denn auf aktuellen
Motherboards sucht man in der Regel erfolglos nach einem
oder gar zwei IDE-Anschlüssen. .(
Dabei ist mir inzwischen der gute, alte IDE-Anschluss
beinahe schon wieder lieber. Natürlich war ich anfangs
auch von den schlanken SATA-Kabeln begeistert. Einfach zu
verlegen, nehmen wenig Platz weg und die Luft geht auch
viel problemloser durch das Gehäuse.
Allerdings war der IDE-Anschluss wie hier auf dem Bild
bei einem CD-ROM mechanisch viel stabiler. Wem ist noch
kein SATA-Anschluss an einer Festplatte oder einem
optischen Laufwerk abgebrochen? Mir ist dies leider schon
passiert. ![]()
Wer wenig an PCs herumschraubt hat wohl auch wenig
Chancen das ihm das passiert. IDE war allerdings wirklich
stabiler. Sowohl der Stecker wie auch der Anschluss am
Gehäuse.
1998 machte sich noch niemand groß Gedanken über SATA
– weil es noch gar kein SATA gab. ![]()
SCSI oder IDE war die Frage. Heute wissen wir, dass sich
IDE für die wohl meistens in Kinderzimmern herumstehenden
Rechner durchsetzen konnte. Trotz der höheren
Leistungsfähigkeit von SCSI. Aber: SCSI war auch deutlich
teurer. Wer kauft sich schon einen SCSI-Controller für
mehrere 100 DM wenn es einen IDE-Anschluss sozusagen
»gratis« auf dem Motherboard gibt?
Viel interessanter war damals eher was die neuen
Grafikkarten an optischem Genuss bei den neuesten
Computerspielen herbeizaubern können. Und das hat sich
bis heute eigentlich nicht geändert. ![]()
»Voodoo-PCI schlägt AGP« ist auf der Titelseite zu lesen.
Inzwischen ist AGP selbst auch schon wieder Geschichte
und beinahe »antik«.
| CPUs |
|
RAM | ||||
| AMD K6 | 233 MHz | 369,00 DM |
|
SIMM 30-pin | 1 MB | 14,00 DM |
| IBM/Cyrix MX | 200 MHz | 189,00 DM |
|
SIMM 30-pin | 4 MB | 29,00 DM |
| IBM/Cyrix MX | 233 MHz | 319,00 DM |
|
PS/2 72-pin | 8 MB | 32,00 DM |
| Intel Pentium MMX | 200 MHz | 289,00 DM |
|
PS/2 72-pin | 16 MB | 59,00 DM |
| Intel Pentium MMX | 233 MHz | 449,00 DM |
|
PS/2 72-pin | 32 MB | 124,00 DM |
| Intel Pentium II | 233 MHz | 629,00 DM |
|
PS/2 72-pin | 64 MB | 320,00 DM |
| Intel Pentium II | 266 MHz | 849,00 DM |
|
DIMM 168-pin | 16 MB | 79,00 DM |
| Intel Pentium II | 300 MHz |
1199,00 DM |
DIMM 168-pin | 32 MB | 129,00 DM | |
| Intel Pentium II | 333 MHz |
1629,00 DM |
DIMM 168-pin | 64 MB | 329,00 DM | |
| Quelle: Anzeige von Alternate (Linden) in PC Magazin DOS 04/98 | DIMM 168-pin | 128 MB | 699,00 DM | |||
Für den nächsten Beitrag in dieser Rubrik greife ich mal
wieder in den Schrank mit den Computerspielen. Es wird
zurück ins Jahr 1995 gehen. Allerdings dauert es ein paar
Tage bis es online steht. Daher nicht wundern wenn es bis
zur Veröffentlichung des nächsten Beitrags Mitte Juli
oder noch später sein wird.
X_FISH