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06.

Dezember

2014

Zalman ZM-MIC1 Mikrofon

Bisher habe ich meine gute, alte Webcam von Logitec als Mikrofon für TeamSpeak genutzt. Leider hat diese (unter Windows 7) an meinem aktuellen Rechner die blöde Angewohnheit, immer wieder und völlig unvermittelt das Signal völlig zu verzerren. Ich werde von den anderen dann nur noch als Rauschen oder hochfrequentes Piepsen wahrgenommen.

Vermutlich liegt es daran, dass die Umwandlung der per USB angelieferten Informationen fehl schlägt. Irgendwo »kippt ein Bit um« und anschließend ist es vorbei mit der geordneten Unterhaltung während Battlefield 4, Payday 2 und Konsorten.

Die mutmaßlich einfachste Lösung: Ein Mikrofon nehmen, welches nicht per USB sondern per gutem, alten Klinkenstecker angeschlossen wird.
Ich habe nach ausgiebigem Studium der diversen Tests und Bewertungen das Zalman ZM-MIC1 Mikrofon[1] gekauft. Es ist aktuell für 6 bis 10 Euro im Handel zu finden. Bei AmazonAnzeige für 6,14 Euro (inkl. Versand, kein Premium notwendig). Was kann man für diesen geringen Betrag erwarten? Eigentlich nicht viel, aber es funktioniert bei mir einwandfrei.

Die Lieferung erfolgt im Blister-Pack. So kommt alles unbeschadet per Post bei mir an. Verschickt wurde es in einem Luftpolsterumschlag (ich hatte es blöderweise für mehr Geld bei einem anderen Anbieter und nicht bei Amazon bestellt ).

Das Besondere am ZM-MIC1 ist, dass es über den Mikrofonstecker mit Spannung versorgt werden kann und somit eine bessere Aufnahmequalität erreicht werden soll. Ob das allerdings der Anschluss für das Mikrofon beherrscht, muss der Bedienungsanleitung vom Motherboard bzw. der Soundkarte entnommen werden. Die sogenannte Tonaderspeisung sollte aber von allen Karten und Motherboards beherrscht werden, welche den AC’97-Standard erfüllen.

Wegen der Tonaderspeisung ist auch eine entsprechende Angabe auf der Rückseite zu finden: »Standard power supply: 2.0 V DC«.

Was nicht angegeben ist: Das mit etwa 2,5 Meter Länge wahrlich ausreichend lange Anschlusskabel. Es ist recht dünn ausgeführt. Das macht es zwar sehr leicht und es lässt sich auch leicht verlegen, aber es ist auch gegen Reißen und ziehen sehr empfindlich. Wer hinter dem PC ein großes Kabelkäuel hat und gerne mal daran herumreißt, beschädigt womöglich das Kabel am Klinkenstecker. Für Grobmotoriker also nur bedingt geeignet.

Das Mikrofon selbst wirkt hochwertig verarbeitet und ist auch dank der »Plakette« mit dem Zalman-Schriftzug ein kleiner Hingucker. Auch wenn es niemanden großartig interessieren wird wie das Mikrofon aussieht.

Die Größe lässt sich einfah mit einem 1-Euro-Stück darstellen. Das Mikrofon ist winzig und hat in etwa die gleiche Größe wie das Geldstück.

Der eigentliche Clou und für mich auch der Kaufgrund ist jedoch die von Zalman verwendete Befestigungsmöglichkeit. Anstatt das Mikrofon irgendwo ankleben zu müssen oder Klett-Pads beizulegen, wird es einfach an das Kabel vom Kopfhörer (sofern vorhanden) geklemmt.

Über die Länge des Kabels hinweg sind drei kleine Kunststoffklammern verteilt. Mit diesen kann das dünne Kabel des Mikrofons an der Leitung des Kopfhörers befestigt werden.

Einfach das dünne, flexible Kabel locker um das Kabel des Kopfhörers wickeln und mit den Clips arretieren. Anschließend sollte das Mikrofon sicher und ohne dabei Schlaufen zum unbeabsichtigten Einhängen an Gegenständen befestigt sein.

Das Kabel von meinem guten, inzwischen schon über 14 Jahre alten Sony MDR-CD480 ist deutlich dicker als das Kabel vom Mikrofon. Die Clips sitzen daher wirklich sehr stramm und lösen sich sicherlich nicht von allein.

Bleibt eigentlich nur eine Frage offen: Wie klingt es? Dort befestigt wo es hingehört, also am Kopfhörerkabel und unterhalb vom Kinn: Gut. Ich musste jedoch den Pegel anheben, denn ansonsten war es den anderen etwas zu leise. Gerade dann, wenn gerade auf dem Bildschirm geballert wird, bin ich gegenüber den anderen etwas zu leise gewesen.

Mit der Anhebung (»Mikrofonverstärkung +30 db« in »Eigenschaften vom Mikrofon« bei Windows 7) stellte sich auch ein leichtes Hintergrundrauschen ein. Dies geht jedoch beim Sprechen unter. Ich nutze ohnehin PTT (push to talk) bei TeamSpeak, daher musste sich niemand gestört fühlen.

Mein persönliches Fazit: Für knapp 6 Euro erhält man ein Mikrofon, welches die Anforderungen erfüllen kann. Wer – wie ich – lieber mit Lautsprechern statt Kopfhörern spielt, kann das Mikrofon auch anderweitig irgendwie an Kleidungsstücken befestigen. Bei mir hat sich bei den heutigen Tests die Kordel meines Hoodie bestens bewährt.

X_FISH


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